“Kollision” @ “Waende Gut Alles Gut”, Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin, 18.-28.2.2016

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(Detail)

Collision_2016_web“Kollision”, mit Kristin Albrecht, 2016, Mischtechnik auf Wand, ca. 500x340x15cm, Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin  “Kollision”, 2016, Collaboration with Kristin Albrecht, Mixed Media/ Wall, ca 500x340x15cm

WAENDE GUT ALLES GUT

AUSSTELLUNG: 18.-28.2.2016

DiplomandInnen- und MeisterschülerInnenausstellung der weißensee kunsthochschule berlin und eingeladene KünstlerInnen

Mit: Kristin Albrecht, Benjamin Althammer, Lorraine Durgeloh, Daniel Heinrich, Josef Maaß und Aron Rauschhardt

Eingeladene KünstlerInnen: Bikash Chatterjee, Silvia Lorenz

ERÖFFNUNG: 18.02.2016, ab 19 Uhr (mit Barbetrieb)

THEATER “Lassen sie uns Künstler, wir sind durch!” (v/m Benjamin Althammer & Bikash Chatterjee): 20.02.2016, 19 Uhr

Kunsthalle am Hamburger Platz, Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin

WAENDE GUT, ALLES GUT ?

Sonnenwende. Brandwände.
Werden die Tage wieder länger?
Werden die Wände wieder höher?
Werden die Betonköpfe wieder härter?
Wird 2016 alles anders?
Zeitenwende.
Der Februar ist mit seiner besonderen Zählung der Wechselbalg im Kalender und der Monat der Reinigung.
Kärcher oder Einlauf?
„Du musst dein Leben ändern“ schreibt Rilke in seinem Gedicht Archaïscher Torso Apollos.
„Du musst dein Leben ändern“ titelt Peter Sloterdijk und definiert das „Üben, Üben, Üben“…

„Zum Teufel meine Ansprüche gehen nicht weiter, zweifle nicht daran, aber Herr Gott, das Recht zu malen, einen Grund zu malen habe ich doch. (Vincent van Gogh)

Diplomabschlüsse, Meistertitel. Und dann? Hartz 4 oder Art Basel Miami Beach.
Hört nach dem Studium das Studium auf ?

Kommt nach den Professoren nun Professionalisierung? Oder vielleicht so etwas wie Profession.

„Freie“ Kunst. Leistungssport Kunst. Greift der Kunstmarkt, schlägt die Stunde der Wendehälse. Die einen suchen sich ein Plätzchen im System und produzieren, was gerade läuft. Die andern wenden sich angewidert ab und zahlen für die Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Beobachtung mit dem Verlust der Herde.

Man sollte als Künstler darüber meditieren, dass selbst ein Sternekoch aufgeschmissen ist, wenn die Gäste nur Tütensuppen kennen. Es hat lange gedauert, bis van Gogh in die Küchenkalender der Bürger Einzug halten konnte. Seine Briefwechsel beweisen, dass es keine Wende im Arbeits-, Verkaufs- und Leidensprozess geben muss. Sich beim Schaffen treu zu bleiben, wird für die meisten Künstlerinnen und Künstler das Ideal sein. Für andere ist „Waende gut alles gut“ das bessere Credo?

Es gibt keinen Königsweg in der Kunst.
Hat es nie gegeben, wird es nicht geben. Wer anderes behauptet, redet nicht mehr über Kunst, sondern über Macht.

Das gibt Raum für eine Diskussion, die wir vor Ort in der Ausstellung fortsetzen können!

„Waende gut, alles gut“ zeigt Positionen von Diplomandinnen und Diplomanden, Meisterinnen und Meistern der weißensee kunsthochschule berlin, sowie von diesen geladene Gäste.

 

(c) Thaddäus Hüppi/ Else Gabriel, 2016

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